Michael Rettig

Michael Rettig, Fotograf: Benjamin Morise, © Michel Rettig

Michael Rettig
Stipendiat für Musik 2018

*1990 in Pforzheim
lebt und arbeitet in Wiernsheim

Michael studierte von 2010 bis 2017 Akkordeon an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Grzegorz Stopa. Schon während seiner Studienzeit musizierte er sowohl solistisch, als auch in verschiedenen Bandformationen und interdisziplinären Projekten. Im Vordergrund steht dabei die Integration des Akkordeons, bzw. der Steirischen Harmonika in aktuelle Konzertformate. 


 

Interview

Wie kamst du zur Musik?

Durch meinen Bruder. Als ich sieben war, hatte mein Bruder schon einige Jahre Unterricht auf dem Akkordeon. Inspiriert durch ihn, habe ich auch angefangen. Erst mit zwölf bekam ich aber einen wirklich guten Lehrer. Eine ganz neue Welt eröffnete sich mir, die mich seither nicht losgelassen hat.

Wer oder was inspiriert dich?

Momente, in denen Musik das Leben der Menschen berührt.

An welchem Stück kannst du dich niemals satthören und warum?

Solche Stücke halten sich bei mir immer nur phasenweise. Im Laufe der Jahre haben schon verschiedenste Musikstile einen starken Einfluss auf mich ausgeübt, das geht von Barock und Impressionismus, über den Jazz/Rock/Pop-Bereich bis hin zu verschiedensten traditionellen Volksmusikkulturen.

Mit welchem Musiker/welcher Musikerin würdest du gerne einmal auftreten und wo?

Mit Frank Marocco, im Jazzclub nebenan.

Welche Vorhaben hast du während deines Stipendiums?

Bis jetzt sind 2-3 Uraufführungen zeitgenössischer Werke für Akkordeon (sowohl solistisch, als auch in kammermusikalischer Besetzung) geplant. Außerdem möchte ich ein ganzes Programm mit eigenen Stücken für Steirische Harmonika in Verbindung mit anderen Instrumenten schreiben, aufnehmen und aufführen. Des Weiteren plane ich, einige Arrangements für eher ungewöhnliche Besetzungen vorzubereiten, wie zum Beispiel die Kombination Harfe-Hammond Orgel-Akkordeon in Kombination mit Streichern und Jazztrio. Auch eine Erweiterung des tradionellen Akkordeonorchester-Klangs interessiert mich sehr. Das Akkordeon ist ja eigentlich ein vor allem von Laien gespieltes Instrument, deshalb würde ich in diesem Jahr gerne untersuchen, welche Möglichkeiten der klanglichen Erweiterung und Öffnung des einseitigen Akkordeonorchester-Klangs möglich ist. In meiner Heimat, dem Enzkreis, möchte ich gerne eigene Konzerte organisieren und verschiedene Konzertvermittlungskonzepte testen.
Das sind ein paar konkrete Ideen, die in Arbeit sind, es werden sich aber noch viele Projekte im Laufe des Jahres ergeben und entwickeln.

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