Peter Hans Hofschneider Preis
Dank einer privaten Zustiftung kann die Kunststiftung Baden-Württemberg von 2008 an den Peter Hans Hofschneider Preis verleihen. Sein Name geht zurück auf den Mäzen des Preises, den weltweit renommierten Biochemiker Peter Hans Hofschneider. Sein Wunsch war es, bildenden Künstlern Schaffensraum zu bieten. Der Preis wird in Zukunft alle zwei Jahre verliehen.
Er geht 2011 erstmals an Akademieabgänger und junge künstlerische Talente. Peter Hans Hofschneider wurde am 14. Februar 1929 in Stuttgart geboren, wo er auch aufwuchs. Er studierte in Tübingen, Freiburg und Heidelberg Medizin, Biologie und Psychologie. Er gilt als Pionier in der Molekularbiologie und als eine der Schlüsselfiguren in der Interferon-Forschung. Von 1966 an war er Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München. Außerdem war er Mitbegründer des Genzentrums in München. Unter seiner Mitarbeit formulierte die Max-Planck-Gesellschaft erstmals in Deutschland Sicherheitsrichtlinien für die Gentechnik. Peter Hans Hofschneider ist am 23. Juli 2004 in München gestorben.
Neben dem Maria-Ensle-Preis, mit dem ältere Künstler ausgezeichnet werden, kann die Kunststiftung Baden-Württemberg damit zum zweiten Mal einen Preis dank einer privaten Zustiftung einrichten. Damit setzt sie in der Diskussion um die Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und privaten Spendern und Stiftern ein weiteres Mal ein kulturpolitisches Zeichen. Die Struktur der Kunststiftung als unabhängige gemeinnützige GmbH ermöglicht es, dass in beiden Fällen der Wunsch des Stifters bzw. der Stifterin umgesetzt werden konnte. Dies entspricht der Grundstruktur der Fördereinrichtung, die zu 50 Prozent von Spendengeldern lebt. Denn das Land Baden-Württemberg macht seinen jährlichen Zuschuss von der Höhe der Spenden abhängig: Es verdoppelt die eingegangenen Spenden (bis zu einem Höchstbetrag) und belohnt damit das finanzielle Engagement von Privatpersonen, Firmen und Kommunen.
Die Preisträger
2008 Camill Leberer und Agnes Märkel

- Camill Leberer - Podor 2006

- Agnes Märkel - Engelszungen, 2005
