Kunststiftung
Baden-Württemberg

Tamás László Kovács: Raum mit Singularitäten. Harry Sachs: Neuhaus Wohnerlebnis, 2003 unrealisiertes Projekt in Halle-Neustadt, C-Print, Detail.

 

Künstlerbegegnungen: András Gál, Tamás László Kovács und Harry Sachs im Ungarischen Kulturinstitut Stuttgart

Eröffnung: Donnerstag, 19. November 2009, 19:00 Uhr
Eine Ausstellung mit ungarischen und deutschen Stipendiaten der Kunststiftung Baden-Württemberg und der "Budapest"-Galerie. Konzert mit Susan Fülöp und Pál Mezei.
Dauer der Ausstellung: 20. November 2009 bis 15. Januar 2010.
Rede: Petra von Olschowski.

Die schon viele Jahre andauernde Kooperation zwischen der Kunststiftung Baden-Württemberg und der „Budapest“-Galerie besteht darin, dass junge Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten der Bildenden Kunst und der Darstellenden Kunst die Möglichkeit erhalten, in beiden Ländern inspirative Erfahrungen zu sammeln.

Tamás László Kovács (*1964) strebt nicht nach Vollkommenheit, sondern konzentriert sich auf jene Skulpturen, Reliefs und Grafiken – am ehesten in den Nuancen von schwarz-rot-weißem Chromstahl –, die gemeinsam eine autonome und dynamische Welt zugleich ins Leben rufen. Diese Welt besitzt ihr eigenes Wertsystem, das in seinem Wesen unabhängig von den zeitgenössischen Moderichtungen ist. „Die einzige, mein Leben ansprechende Attitüde, Lebensform war der Konstruktivismus. Ich fand in ihm eine Welt, in der sich die Ikonenkunst Rubljows verbirgt, die vielleicht Tarkowski für mich am besten neuformuliert und veranschaulicht hat. Entgegen den früher bekannten Richtungen verkörperte er eine Kunst, der nahezu Flügel wuchsen. Dieser Konstruktivismus, dieses Fliegen stehen mir am nächsten.“

András Gál (*1968) über den Herstellungsprozess und die Aussagemöglichkeiten seiner monochromen Arbeiten: „Ich sehe meine Bilder selbst heute nicht als Farb-Energie-Felder an, vielmehr als emotional interpretierbare Farbstrukturen, als Material der Farbe, die kalt und nass ist. Resignation, Überfluten, Ausströmen, Durchdringen, das Spiel mit dem Unaussprechbaren – das sind alles Begriffe, die bei mir von höchster Wichtigkeit sind. Das Pigment ist sekundär...“

Harry Sachs (*1974) arbeitet seit 1996 künstlerisch mit Franz Höfner (*1970) zusammen. Als Berliner Künstlerduo reagieren sie mit ihren ortsspezifischen Arbeiten humorvoll und kritisch auf die sozialen und kulturellen Widersprüche in ihrer Umgebung. Mit großformatigen, ungewohnten und ironischen Rauminstallationen, Interventionen im öffentlichen Raum oder Videoarbeiten spielen sie mit gesellschaftlichen und architektonischen Versatzstücken. Dabei verbinden sie soziologische Forschungen über die Mikrostrukturen des Alltags mit einem ästhetischen Konzept, in dem das Authentische und das Klischee, das Wahre und der Fake oft nicht mehr zu unterscheiden sind.

Im Anschluss an die Eröffnung gibt es ein Konzert mit Susan Fülöp und Pál Mezei.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturinstitut der Republik Ungarn in Stuttgart.

 

Dauer der Ausstellung:
20. November 2009 bis 15. Januar 2010

Montag bis Donnerstag 9.00 - 16.30 Uhr
Freitag 9.00 - 14.00 Uhr
Mittagspause 12.30 - 13.30 Uhr

Kulturinstitut der Republik Ungarn in Stuttgart
Haußmannstr. 22
70188 Stuttgart
E-mail: uki-s@uki-s.de
Tel: 0711 / 164 870
Fax: 0711 / 164 8710

 

Kunststiftung Baden-Württemberg, Gerokstraße 37, 70184 Stuttgart, Tel. 0711 2364720, Fax 0711 2361049, www.kunststiftung.de
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