Kunststiftung
Baden-Württemberg

Mia Bailey: Eclipse, 2008, Video, 3:39 Min, ohne Ton. Tanja Goetzmann: ohne Titel, 2008, Wandcollage aus Zeitungsfotos, Kunstverein Freiburg

Mia Bailey: Attic, 2009, Video,11:14 Min., ohne Ton, Darstellerin: Kendra Walsh

Mia Bailey: Circling, 2009, Video, 6:13 Min., Farbe, Ton, Darsteller: Peter Jecklin

Tanja Goetzmann:Tierplastik, 2010, Fotoprint, 42 x 59,4 cm

Tanja Goetzmann: Schadow zum Geburtstag, 2010, Fotoprint, 42 x 59,4 cm

 

Mia Bailey und Tanja Goetzmann im Haus der Kunststiftung

Eröffnung: Mittwoch, 10. März 2010, 19:30 Uhr
Hausausstellung der Stipendiaten 2009.
Dauer der Ausstellung: 10. März bis 16. April 2010.
Rede: Christina Irrgang, freie Kunstkritikerin und Kuratorin

Mia Bailey verzichtet in ihren Videos auf einen Großteil der technischen Hilfsmittel und Methoden, die beim Filmemachen eingesetzt werden, um den Film als wirkliche Situation erscheinen zu lassen. Es gibt jeweils nur eine Kameraeinstellung; weder Zoom, bewegte Nahaufnahmen, noch Filmmusik werden verwendet. Die Filme zeigen einen einzigen Ablauf, der in Echtzeit stattfindet.
Die Künstlerin beschäftigt sich mit dem Unsichtbaren jenseits der Oberfläche des Sichtbaren. In ihren Videos forscht sie nach der Art und Weise, wie Bilder die Wirklichkeit übermitteln oder wie sie daran scheitern.
Ihre Arbeit ist von der Überzeugung geprägt, dass Videobilder ihren Ursprung im Innenleben des Künstlers haben müssen. Ihre Videos fungieren nicht als Spiegel der äußeren Welt, sondern erschaffen eine neue,
veränderte Realität.
In der Kunststiftung zeigt sie eine Gruppe von fünf neuen Videos mit den Titeln Attic, Colourblind, Poco le das, Darkroom und Circling.

Mia Bailey
, 1975 in Bangkok (Thailand) geboren, lebt und arbeitet in Basel, Paris und St. Blasien. Sie studierte Vergleichende Religionswissenschaften an der University of London sowie Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Von 2007 bis 2008 war sie Meisterschülerin
bei Prof. Silvia Bächli. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Jahrespreis der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (2004 und 2006), dem Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg (2008) und Cité des Arts Paris, Jahresstipendium der iaab (Christoph Merian Stiftung Basel) (2010).

Tanja Goetzmanns Installationen, Papierarbeiten und Videoarbeiten verbindet eine ephemere, kontemplative Leere, die auf einer strengen Formsprache aufbaut. Ihre großflächigen Collagen bestehen aus vielen Einzelteilen, die sie temporär an der Wand zu einer Art Malerei zusammenfügt. Das Material
hierfür sind von ihr archivierte Zeitungspapiere bzw. Zeitungsfotos.
Ihre räumlichen Interventionen bedienen sich oft historischer Bilder und Formsprachen, die sie mit der Wahl der Materialien in die Gegenwart überführt. Die Fragilität, die uns hierbei begegnet, verweist den Betrachter auf Vergangenes, Erinnertes, Verblichenes.
Für die Ausstellung in der Kunststiftung präsentiert Tanja Goetzmann eine neu entstandene Serie ihres Projektes verstellt: Sie legt gesammeltes, meist bearbeitetes Material in aus Bibliotheken entliehene Bücher und gibt dieses bei Rückgabe des Buches mit ab. Übrig bleibt ein Dokumentationsfoto als ästhetischer Rest.

Tanja Goetzmann, 1972 in Heidelberg geboren, lebt und arbeitet in Karlsruhe. Sie studierte von 1997 bis 2004 an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe Szenographie und Medienkunst. 2002 erhielt sie das Gunther-Schroff-Stipendium des Fördervereins des Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe.

Zur Eröffnung am 10. März 2010 um 19.30 Uhr spricht Christina Irrgang, freie Kunstkritikerin und Kuratorin.

Dauer der Ausstellung: 10. März 2010 – 16. April 2010
an Feiertagen geschlossen
Montag bis Freitag 9.30-13.30 Uhr
Samstag 11-15 Uhr und nach Vereinbarung


Mia Bailey: http://www.kunststiftung.net
Tanja Goetzmann: http://www.tanjagoetzmann.de/, http://www.kunststiftung.net

Kunststiftung Baden-Württemberg, Gerokstraße 37, 70184 Stuttgart, Tel. 0711 2364720, Fax 0711 2361049, www.kunststiftung.de
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