I should have drawn a house: Ausstellung von Hannes Schmidt in der Kunststiftung

Hannes Schmidt zeigt in der Ausstellung Gegenstände, die er ihrer alltäglichen Funktion entzieht. Dies eröffnet die Möglichkeit eines Diskurses über ihre Existenz als Kunstwerk. Er verwendet beispielsweise Hämmer, deren Eigenschaft als Werkzeug er ignoriert. Ihre 'T'-Form lässt sie dabei zum strukturellen Grundelement von skulpturalen Objekten werden. Durch Auftragen von Farbe wird zusätzlich die Eindeutigkeit einer Lesart Bild/Objekt/Bild von Objekt verwischt. 
Ein ähnliches Verfahren wendet er auf den Bodenbelag Teppich an, den er als Element für eine Drucktechnik nutzt. Teile des Teppichs werden eingefärbt und bilden die Grundlage für Drucke, die wiederum nur Teppichstruktur abbilden. Die einzelnen in diesem Prozess entstandenen Elemente überlagern sich in einer Serie von Wand- und Bodenarbeiten gegenseitig und legen hierbei ihren Entstehungsprozess offen.
Die Installationen, Zeichnungen und Photographien von Hannes Schmidt haben häufig die Fragilität, die Flüchtigkeit oder das Verschwinden ihres eigenen bildnerischen Zusammenhangs zum Thema.  Das Oszillieren der Wahrnehmung des verwendeten Materials zwischen in sich ruhender Dinghaftigkeit und einer durch Kontextualisierung entstehenden bildnerischen bzw. skulpturalen Lesart bilden die Grundlage für seine Arbeiten.

Hannes Schmidt, geboren 1974 in Freiburg im Breisgau, lebt und arbeitet in Berlin. 
Er studierte von 1997 bis 2004 an der Hochschule für Kunst und Design Burg
Giebichenstein in Halle an der Saale bei Prof. Ute Hörner und Prof. Christine Triebsch. Hannes Schmidt wurde 2010 mit dem Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg ausgezeichnet. 
Seine Arbeiten wurden bereits in einigen Einzelausstellungen in der Nice & Fit Gallery in Berlin sowie in mehreren Gruppenausstellungen, zum Beispiel in Paris, New York und Athen, gezeigt. 

Zur Eröffnung am 1. Juni 2011 um 19.00 Uhr spricht Sonja Véronique Hug, Zürich.

Mit der Ausstellung von Hannes Schmidt startet die Kunststiftung Baden-Württemberg eine Kooperation mit dem Postgraduate Program in Curatingder Züricher Hochschule der Künste (www.curating.org). Junge KuratorInnen des Postgraduate Programs werden regelmäßig die Ausstellungen der Stipendiaten der Kunststiftung Baden-Württemberg kuratorisch betreuen.

Dauer der Ausstellung: 1. Juni 2011 – 9. Juli 2011

Öffnungszeiten: 
Mittwoch bis Freitag 14-18 Uhr, Samstag 11-14 Uhr und nach
Vereinbarung

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