Philipp Schönthaler

Philipp Schönthaler
Philipp Schönthaler bei der "Lesung Süd" im KOHI in Karlsruhe

Philipp Schönthaler
Schriftsteller
Stipendiat für Literatur 2012

1976 in Stuttgart geboren
lebt und arbeitet in Dresden

Web-Informationen zu Philipp Schönthaler 

Philipp, womit beschäftigst Du Dich in Deiner künstlerischen Arbeit?
In meinen beiden bisherigen Büchern, einem Erzählband und einem Roman, habe ich mich mit dem Phänomen der sogenannten Leistungs- oder Wettbewerbsgesellschaft auseinandergesetzt. Zum einen geht es mir um die Selbst- und Gesellschaftsentwürfe, die damit einhergehen, zum anderen interessieren mich literarische Fragestellungen, das heißt Schreibweisen, die dem Thema ästhetisch aber auch politisch auf Augenhöhe begegnen.  

Stipendien – eine Zeit künstlerischer Freiheit? 
Auf jeden Fall. Obwohl man dies natürlich auch problematisieren könnte, da diese „künstlerische Freiheit“ in finanzieller Hinsicht hoch prekär ist. Stipendien tendieren so zur Notwendigkeit oder Grundlage einer Arbeitsexistenz zu werden, von dessen Einkommen es sich ansonsten kaum leben ließe.

Welche Möglichkeiten haben sich Dir durch das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg geboten?
In erster Linie Zeit, um an meinem ersten Roman Das Schiff das singend zieht auf seiner Bahn zu arbeiten. Darüber hinaus ist das Stipendium aber natürlich auch eine symbolische Auszeichnung meiner Arbeit, die gerade in den Anfängen der schriftstellerischen Laufbahn besondere Freude bereitet.

Gab es für Dich persönlich einen besonderen Moment als Stipendiat?
In besonderer Erinnerung habe ich eine gemeinsame Lesung in Karlsruhe mit Marie T. Martin und Elke Cremer, zwei weiteren Stipendiaten.

Was steht als nächstes an, Philipp? 
Zurzeit arbeite ich an einem essayistischen Buch, das sich mit dem Phänomen des Survival in Deutschland beschäftigt.

Interview: Sascia Bailer
Februar 2014

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