ARTIST TALK: Warum malst du (noch)?
ARTIST TALK: Warum malst du (noch)?
Mit André Wendland und Stephan Jung
Donnerstag, 29. Januar 2026 um 19:00 Uhr
Kunststiftung Baden-Württemberg
Gerokstraße 37
70184 Stuttgart
Im Kunstclub treffen sich diesmal zwei Maler unterschiedlicher Generationen zum »Artist Talk« und diskutieren Malerei im Spannungsfeld von Materialität, digitaler Bildproduktion und gesellschaftlicher Gegenwart. Vor dem Hintergrund einer allgegenwärtigen Bilderflut, die sich in Raum, Öffentlichkeit und andere Medien ausdehnt, wird das gemalte Bild neu befragt. Malerei erscheint dabei nicht als Abkehr vom Digitalen, sondern als Erweiterung des Spektrums, als bewusste Setzung von Haptik und Prozess. Aus unterschiedlichen biografischen Erfahrungen heraus entsteht ein Gespräch über veränderte Bildauffassungen.
Moderation: Bernd Georg Milla
André Wendland (*1995 in Leonberg) arbeitet als Künstler mit einer spielerischen, von Zeichentrick und Cartoons inspirierten Bildsprache. 2017 begann er sein Studium an der Kunstakademie Karlsruhe, das er 2023 mit dem Diplom und 2024 als Meisterschüler von Tatjana Doll abschloss. Er war 2025 Stipendiat der Kunststiftung BW. André Wendland setzt sich in seinen Arbeiten mit unterschiedlichen Themen auseinander und arbeitet oft in kleineren Serien. Dabei experimentiert er mit Formen und Farbflächen, um harmonische, figurative Kompositionen zu entwickeln. Oft stellt er seine Arbeiten im öffentlichen Raum aus, passt den Bildinhalt dem Kontext an und lässt so eine stimmige Gesamtinstallation entstehen.
Stephan Jung (*1964, Stuttgart) studierte von 1985 bis 1993 Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei K. R. H. Sonderborg und Joseph Kosuth. Seit 1990 lebt und arbeitet er in Berlin. Er erhielt unter anderem 1992 und 1993 Förderungen der Stiftung Kulturfonds sowie 1999 ein Arbeitsstipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Jahresstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg ausgezeichnet. Er orientiert sich in seinen Arbeiten an den Konventionen fotorealistischer Malerei und steht zugleich in der Tradition der Abstraktion. Die Begrenzung auf bestimmte Motive und standardisierte Formate, sowie auf neue daraus extrahierte Fragmente ermöglicht Serien, die sich in feinen Nuancen voneinander unterscheiden.
Eintritt frei



